Projekt Schattenspiele Rüuinon 2010

Projektschattenspiele bei Runion (2010)
Im Jahr 2010 fand unter der Firmierung Rüunion eine Veranstaltung des befreundeten Designers Michael Göke statt. Neben musikalischen Beiträgen, Ständen und gemeinsamen Essen stellte sich die Frage, wie die Kinder, die ihre Eltern begleiteten, sinnvoll beschäftigt werden könnten.
Unsere Idee war eine spielerische Verbindung von analogen und digitalen Medien. Ausgangspunkt war das klassische Schattenspiel : Dabei werden Motive auf Folien über einen Overhead-Projektor projiziert an eine große weiße Wand geworfen, sodass Kinder mit den entstehenden Bildern interagieren können.
Wir haben dieses Prinzip etwas verändert. Anstelle eines Overhead-Projektors kam ein Beamer zum Einsatz. Als Projektionen nutzten wir Silhouetten, die wir aus frei verfügbaren Vorlagen zusammengestellt hatten. Die Kinder konnten diese Schattenbilder nach ihren eigenen Ideen und Regeln bespielen, Geschichten erfinden oder sich selbst in Beziehung zu den projizierten Figuren setzen. So entstand ein offenes Spiel, das von der Fantasie der Kinder lebte und sich ständig weiterentwickelte.
Das Angebot wurde sehr gut angenommen. Gerade die Kombination aus einfacher Technik und viel Raum für Kreativität machte den Reiz aus. Im Mittelpunkt stand nicht die Technik selbst, sondern die Möglichkeit, gemeinsam zu experimentieren, Rollen auszuprobieren und eigene Spielideen zu entwickeln.
Ich dokumentiere das Projekt hier, um die Idee zu bewahren.
Rückblickend sehe ich darin ein schönes Beispiel dafür, wie mit einfachen Mitteln medienpädagogische und kulturpädagogische Angebote entstehen können. Es braucht nicht immer aufwendige Technik – oft genügt eine kreative Verbindung analoger und digitaler Elemente, um Kindern einen Raum für Fantasie, Bewegung und gemeinsames Spiel zu eröffnen.















