Konzept: Eine etwas andere „Offene Werkstatt“

Von einer Werkstatt zu einem gemeinsamen Möglichkeitsraum

Am Anfang stand eine praktische Frage: Wo soll ich mit meinen Maschinen hin und wie können sie für andere nützlich werden. Kan man sie einen Raum und Maschinen nicht teilen? Was brauche ich, um meine eigenen Ideen umzusetzen?

Oft fehlt nicht die Idee. Es fehlt der Raum. Es fehlen Werkzeuge, Maschinen, Wissen oder Menschen, die an einer entscheidenden Stelle weiterhelfen können. Vieles bleibt deshalb ungebaut, unrepariert oder unausprobiert.

Aus dieser Beobachtung entstand zunächst der Gedanke einer gemeinschaftlich nutzbaren Werkstatt. Ein Ort, an dem nicht jede Person alles selbst besitzen muss. Werkzeuge und Arbeitsplätze können geteilt werden. Menschen können bauen, reparieren, gestalten und voneinander lernen.

Doch je länger ich über diesen Ort nachdachte, desto deutlicher wurde: Eine Werkstatt besteht nicht nur aus Räumen und Maschinen. Ihr eigentlicher Wert entsteht durch die Beziehungen zwischen den Menschen, die sie nutzen.

Was geschieht, wenn jemand nicht nur Zugang zu einem Werkzeug erhält, sondern auch zu dem Wissen, wie es verwendet wird? Was verändert sich, wenn aus einem eigenen Projekt ein gemeinsamer Lernprozess entsteht? Und was kann ein solcher Ort bewirken, wenn er bewusst auch Menschen offensteht, denen Geld, Platz oder bisherige Erfahrungen fehlen?

Damit begann sich die Idee zu erweitern. Aus der Werkstatt wurde ein Lernort. Aus dem Lernort wurde ein sozialer Raum. Und aus dem Teilen von Werkzeugen entstand der Gedanke, auch Wissen, Erfahrungen, Verantwortung und Möglichkeiten zu teilen.

Heute beschreibt das Konzept deshalb mehr als einen Makerspace oder eine Offene Werkstatt. Es geht um eine gemeinschaftlich getragene Infrastruktur, in der Menschen handwerkliche, technische und kreative Fähigkeiten entwickeln können. Klassische Kulturtechniken treffen dort auf digitale Werkzeuge. Reparieren verbindet sich mit Gestalten. Individuelle Projekte werden Teil eines gemeinsamen Wissens.

Dieser Beitrag zeichnet nach, wie sich die Idee entwickelt hat, welche Fragen sie verändert haben und welches Modell daraus entstanden ist.

Idee: Das System der Karmapunkte – damit fehlendes Geld nicht von Teilhabe ausschließt und notwendige Gemeinschaftsarbeit fair verteilt wird.

Die offene Werkstatt lebt nicht allein von Geld, Räumen und Maschinen. Sie lebt vor allem davon, dass Menschen Verantwortung übernehmen, Wissen weitergeben, Dinge pflegen und zum Gelingen der Gemeinschaft beitragen. Das System der Karmapunkte macht diese unterschiedlichen Beiträge sichtbar und ermöglicht es, Engagement gegen bestimmte Leistungen der Werkstatt einzutauschen.

Karmapunkte sind keine klassische Währung und kein Lohn. Sie sollen gemeinschaftliches Handeln fördern und Menschen die Teilhabe erleichtern, die nur wenig Geld zur Verfügung haben. Wer Zeit, Wissen, Aufmerksamkeit oder praktische Arbeit einbringt, kann dadurch einen Teil der eigenen Nutzungskosten ausgleichen.

Damit verbindet das System zwei Grundideen:

Wer den gemeinsamen Raum nutzt, darf etwas beitragen. Wer etwas beiträgt, soll den gemeinsamen Raum auch nutzen können.

Wie Karmapunkte erworben werden

Karmapunkte können für Tätigkeiten vergeben werden, die der Werkstatt oder ihrer Gemeinschaft zugutekommen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Aufräumen und Reinigen der Werkstatt
  • Pflege, Wartung und Reparatur von Werkzeugen
  • Unterstützung bei Öffnungszeiten
  • Einführung neuer Nutzerinnen und Nutzer
  • Weitergabe von Wissen und Fertigkeiten
  • Begleitung von Projekten
  • Vorbereitung und Durchführung von Workshops
  • Dokumentation von Bauplänen und Arbeitsschritten
  • Betreuung gemeinschaftlicher Materialien
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen
  • organisatorische oder digitale Aufgaben
  • Unterstützung von Menschen, die noch wenig Erfahrung haben
  • Übernahme regelmäßig anfallender Gemeinschaftsaufgaben

Nicht nur handwerkliche Arbeit zählt. Auch soziale, pädagogische, organisatorische, kreative und fürsorgende Beiträge sind für den Betrieb wesentlich und müssen gleichwertig anerkannt werden.

Wofür Karmapunkte eingesetzt werden können

Gesammelte Punkte können innerhalb festgelegter Grenzen verwendet werden, zum Beispiel für:

  • Werkstattzeit
  • Nutzung bestimmter Maschinen
  • Teilnahme an vereinsinternen Kursen
  • Verbrauchsmaterialien aus einem gemeinschaftlichen Grundbestand
  • Ausleihe von Werkzeugen
  • Unterstützung bei eigenen Projekten
  • Ermäßigung von Mitglieds- oder Nutzungsbeiträgen

Welche Leistungen mit Punkten bezahlt werden können, muss transparent festgelegt werden. Kosten, die der Werkstatt tatsächlich in Geld entstehen, lassen sich nicht immer vollständig durch Punkte ersetzen. Teure Materialien, Ersatzteile, Energie, Miete oder externe Dienstleistungen müssen weiterhin finanziert werden.

Beispiel einer einfachen Berechnung

Als Ausgangspunkt kann gelten:

Eine Stunde anerkannter Gemeinschaftsarbeit entspricht zehn Karmapunkten.

Mögliche Einlösungen könnten sein:

  • 5 Punkte für eine Stunde allgemeine Werkstattnutzung
  • 10 Punkte für die Teilnahme an einer internen Einführung
  • 15 Punkte für eine Stunde Nutzung einer betreuungsintensiven Maschine
  • 20 Punkte als Zuschuss zu einem Workshop
  • 50 Punkte als anteilige Ermäßigung eines Monatsbeitrags

Diese Werte sind zunächst ein Modell. Sie müssen nach einer Erprobungsphase an den tatsächlichen Arbeitsaufwand, die Betriebskosten und die Möglichkeiten der Werkstatt angepasst werden.

Solidarität statt Leistungszwang

Das System darf nicht dazu führen, dass jede Begegnung und jede kleine Hilfeleistung berechnet wird. Gegenseitige Unterstützung, spontane Hilfe und freundschaftliche Zusammenarbeit sollen weiterhin selbstverständlich möglich sein.

Karmapunkte sind deshalb vor allem für klar definierte Aufgaben sinnvoll, die sonst unerledigt bleiben würden oder regelmäßig für den Betrieb notwendig sind. Sie sollen Engagement anerkennen, ohne das gesamte Gemeinschaftsleben in ein Punktesystem zu verwandeln.

Menschen, die wegen Krankheit, Behinderung, Alter, Betreuungspflichten oder anderer Belastungen weniger praktische Arbeit übernehmen können, dürfen dadurch nicht benachteiligt werden. Beiträge können sehr unterschiedlich aussehen. Darüber hinaus muss eine Teilhabe auch ohne vorherige Arbeitsleistung möglich bleiben.

Keine käufliche Macht

Karmapunkte verleihen keine zusätzlichen Stimmrechte und keinen größeren Einfluss auf Entscheidungen. Sie dürfen nicht gekauft, verkauft oder gegen Bargeld ausgezahlt werden. Sie begründen auch keinen Anspruch auf Eigentum an gemeinschaftlichen Maschinen, Materialien oder Räumen.

Die demokratischen Rechte der Mitglieder bleiben vom Punktestand unabhängig. Ein Mensch mit vielen Punkten ist nicht wichtiger als ein Mensch mit wenigen oder keinen Punkten.

Schutz vor Ausbeutung

Karmapunkte dürfen reguläre Arbeitsplätze nicht ersetzen. Dauerhafte Aufgaben, die Fachverantwortung, feste Arbeitszeiten oder eine verlässliche betriebliche Leistung verlangen, müssen darauf geprüft werden, ob dafür bezahlte Beschäftigung erforderlich ist.

Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen:

  • freiwilligem gemeinschaftlichem Engagement,
  • gegenseitiger Hilfe,
  • ehrenamtlicher Mitarbeit,
  • vergünstigter Nutzung gegen Beiträge und
  • regulärer Erwerbsarbeit.

Das System darf nicht dazu genutzt werden, notwendige Arbeit dauerhaft kostenlos erledigen zu lassen.

Transparente Verwaltung

Jede Punktevergabe soll nachvollziehbar dokumentiert werden. Erfasst werden mindestens:

  • die ausgeführte Aufgabe,
  • der zeitliche Umfang,
  • die vergebenen Punkte,
  • die bestätigende Person und
  • die spätere Einlösung.

Für wiederkehrende Aufgaben kann ein öffentlich einsehbarer Punktekatalog erstellt werden. Aufgaben, die darin nicht enthalten sind, werden vor ihrer Durchführung abgestimmt.

Es sollte außerdem eine Ansprechgruppe geben, die Zweifelsfälle klärt, Beschwerden aufnimmt und regelmäßig überprüft, ob bestimmte Tätigkeiten über- oder unterbewertet werden.

Begrenzung und Verfall

Damit Karmapunkte nicht angesammelt werden, um später sehr große Ansprüche gegenüber der Werkstatt geltend zu machen, kann eine Obergrenze vorgesehen werden. Auch ein behutsamer Verfall nach längerer Zeit ist denkbar.

Eine mögliche Regelung wäre:

  • maximal 500 Punkte pro Person,
  • zwölf Monate ohne Verfall,
  • anschließend schrittweiser Abbau,
  • längere Gültigkeit bei Krankheit oder anderen begründeten Unterbrechungen.

Ein vollständiger kurzfristiger Verfall wäre nicht sinnvoll, weil er Engagement entwerten und Menschen unter Druck setzen könnte.

Gemeinschaftskonto und Weitergabe

Mitglieder können Punkte freiwillig auf ein solidarisches Gemeinschaftskonto übertragen. Daraus können Menschen unterstützt werden, die weder ausreichende finanzielle Mittel noch die Möglichkeit haben, selbst genügend Punkte zu sammeln.

Eine direkte Übertragung zwischen einzelnen Personen sollte nur begrenzt oder nach Zustimmung möglich sein. Dadurch wird verhindert, dass ein inoffizieller Handel mit Punkten entsteht.

Verbindung mit kommerzieller Nutzung

Wer die Werkstatt für eine eigene kommerzielle Tätigkeit nutzt, kann die dadurch entstehenden Gebühren nicht vollständig mit Karmapunkten begleichen. Eine Person kann sich zwar gemeinschaftlich engagieren und Punkte sammeln, wirtschaftliche Einnahmen aus Workshops, Aufträgen oder Produktionen müssen aber getrennt betrachtet werden.

Für kommerzielle Nutzungen gelten deshalb eigene Preise und Vereinbarungen. Karmapunkte können dabei höchstens einen begrenzten Anteil der Raum- oder Maschinennutzung abdecken. So wird verhindert, dass gemeinschaftlich geleistete Arbeit private Gewinne unangemessen subventioniert.

Erprobung und gemeinsame Weiterentwicklung

Das Karmapunkte-System sollte zunächst für einen begrenzten Zeitraum erprobt werden. Nach beispielsweise sechs Monaten wird gemeinsam ausgewertet:

  • Welche Aufgaben wurden tatsächlich übernommen?
  • Ist die Punkteverteilung gerecht?
  • Entsteht unnötige Bürokratie?
  • Werden bestimmte Personengruppen bevorzugt oder benachteiligt?
  • Hilft das System Menschen mit geringem Einkommen?
  • Werden notwendige Geldmittel weiterhin erwirtschaftet?
  • Fördert es Verantwortung und Gemeinschaft oder erzeugt es Konkurrenz?

Auf Grundlage dieser Erfahrungen wird das System verändert, vereinfacht oder gegebenenfalls wieder abgeschafft.

Grundsatz

Karmapunkte sind ein Werkzeug der Teilhabe, nicht der Kontrolle. Sie sollen Beiträge sichtbar machen, Zugänge öffnen und Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Ihr Zweck ist nicht, Menschen nach ihrer Leistung zu bewerten, sondern unterschiedliche Formen des Gebens und Nehmens miteinander zu verbinden.

Die Werkstatt bleibt ein gemeinschaftlicher Möglichkeitsraum. Niemand soll sich seine Zugehörigkeit erst verdienen müssen.

Ein gemeinschaftlicher Raum für Lernen, Teilen und Entwicklung

1. Ausgangspunkt

Unsere Gesellschaft verfügt heute über mehr Wissen und technische Möglichkeiten als jemals zuvor. Gleichzeitig fehlt vielen Menschen der Zugang zu Orten, an denen sie dieses Wissen praktisch anwenden, teilen können, eigene Ideen entwickeln und sich gemeinsam mit anderen weiterentwickeln können.

Werkzeuge, Maschinen und Erfahrungen sind häufig vorhanden, bleiben jedoch isoliert. Viele Menschen besitzen Fähigkeiten, die kaum sichtbar werden, während andere genau diese Unterstützung suchen.

Die Offene Werkstatt möchte diese Lücke schließen.

Sie versteht sich nicht als klassische Werkstatt, sondern als offene Infrastruktur für gemeinsames Lernen, Experimentieren und Entwickeln.

Der Raum ist dabei nicht das eigentliche Ziel.

Er ist die gemeinsame Nutzung des Werkzeugs, das Begegnung ermöglicht.

2. Vision

Einen Ort schaffen, an dem Menschen unabhängig von Alter, Einkommen, Herkunft, Geschlecht oder beruflichem Hintergrund gemeinsam lernen und wachsen können.

Im Mittelpunkt stehen nicht Produkte oder wirtschaftlicher Erfolg, sondern Menschen.
Jeder Mensch bringt Erfahrungen, Fähigkeiten, Ideen oder Ressourcen mit.
Jeder Mensch kann gleichzeitig Lernender und Lehrender sein.

Aus dieser gegenseitigen Unterstützung entsteht eine Gemeinschaft, in der Wissen nicht konsumiert, sondern gemeinsam entwickelt wird.

3. Leitgedanke

Die Offene Werkstatt basiert auf einer einfachen Überzeugung:

Entwicklung entsteht dort, wo Menschen Wissen, Erfahrungen, Ressourcen und Verantwortung miteinander teilen.

Dabei verstehen wir Lernen als einen aktiven Prozess.

Nicht Belehrung steht im Mittelpunkt, sondern gemeinsames Erleben, Ausprobieren, Reflektieren und Weiterentwickeln.

4. Ziele

Die Offene Werkstatt verfolgt insbesondere folgende Ziele:

  • Förderung von Bildung durch praktisches Lernen
  • Förderung kultureller und kreativer Ausdrucksformen
  • Vermittlung klassischer und neuer Kulturtechniken
  • Förderung von Medienkompetenz
  • gemeinschaftliche Nutzung von Werkzeugen und Infrastruktur
  • Unterstützung eigener Projektideen
  • Förderung nachhaltiger Ressourcennutzung
  • Stärkung sozialer Teilhabe
  • Aufbau einer offenen Wissensgemeinschaft

5. Die Ebenen des Teilens

Das Konzept beruht auf mehreren Ebenen des Teilens.

Wissen

Mitglieder geben Erfahrungen weiter.

Nicht als klassische Lehrer, sondern als Begleiter gemeinsamer Lernprozesse.

Erfahrungen

Fehler, Lösungswege und Erkenntnisse sind wertvolle Ressourcen.

Sie werden dokumentiert und weitergegeben.

Ressourcen

Werkzeuge, Maschinen, Materialien und Räume können gemeinsam genutzt werden.

Dadurch entstehen Möglichkeiten, die Einzelne allein oft nicht realisieren könnten.

Zeit

Jeder kann sich entsprechend seiner Möglichkeiten einbringen.

Zeit wird als Beitrag zur Gemeinschaft verstanden.

Verantwortung

Die gemeinschaftliche Nutzung setzt gegenseitiges Vertrauen voraus.

Alle Mitglieder übernehmen Verantwortung für Räume, Geräte und Mitmenschen.

6. Kulturtechniken

Die Offene Werkstatt möchte bewusst keine einzelnen Bereiche ausschließen.

Sie versteht Kulturtechniken als sämtliche Fähigkeiten, mit denen Menschen ihre Umwelt gestalten.

Dazu gehören beispielsweise

  • Handwerk
  • Kunst
  • Design
  • Musik
  • Medienproduktion
  • Audiotechnik
  • Videotechnik
  • digitale Technologien
  • Open-Source-Technologien
  • Nachhaltigkeit
  • Reparatur
  • Selbstversorgung
  • experimentelle Projekte
  • Forschung und Entwicklung

Neue Themen können jederzeit entstehen.

Die Offenheit ist Teil des Konzepts.

7. Lernen als Gemeinschaft

Die Werkstatt versteht sich als Erfahrungsraum.

Menschen lernen

  • durch eigenes Tun,
  • durch Beobachtung,
  • durch gegenseitige Unterstützung,
  • durch gemeinsames Experimentieren.

Workshops sind deshalb keine Dienstleistung.

Sie sind gemeinschaftliche Lernprozesse.

8. Gemeinschaft statt Kommerz

Die Werkstatt ist kein Produktionsbetrieb.

Sie dient nicht der Gewinnerzielung.

Innerhalb der Gemeinschaft entstehen

  • Ideen,
  • Erfahrungen,
  • Prototypen,
  • Lernprozesse,
  • kulturelle Projekte,
  • gemeinschaftliche Entwicklungen.

Kommerzielle Weiterentwicklungen können außerhalb des Vereins erfolgen.

Die Gemeinschaft selbst bleibt ein Ort des Gemeinwohls.

9. Das Karma-System

Engagement besitzt einen Wert.

Nicht jeder Beitrag lässt sich sinnvoll in Geld ausdrücken.

Deshalb soll ein internes Anerkennungssystem entstehen.

Karma dokumentiert beispielsweise

  • Unterstützung anderer Mitglieder,
  • Durchführung interner Workshops,
  • Bereitstellung eigener Geräte,
  • Organisation,
  • Pflege gemeinsamer Infrastruktur,
  • gemeinschaftliches Engagement.

Karma ist

  • keine Währung,
  • kein Zahlungsmittel,
  • nicht übertragbar,
  • nicht auszahlbar.

Es dient ausschließlich der Anerkennung und dem solidarischen Ausgleich innerhalb der Gemeinschaft.

10. Mitgliedschaft

Die Entwicklung der Gemeinschaft erfolgt in mehreren Stufen.

Gründungsphase

Ziel ist der Aufbau einer tragfähigen Gemeinschaft.

Mitglieder unterstützen

  • z.B. eine Vereinsgründung,
  • Satzungsentwicklung,
  • Öffentlichkeitsarbeit,
  • Raumkonzepte,
  • Netzwerkaufbau.

Ein reduzierter Mitgliedsbeitrag finanziert ausschließlich die administrativen Kosten.

Aufbauphase

Nach der Gründung  werden

  • Räume angemietet,
  • Versicherungen abgeschlossen,
  • Infrastruktur aufgebaut.

Erst jetzt beginnt die eigentliche Werkstattarbeit.

Entwicklungsphase

Mit wachsender Gemeinschaft entwickeln sich

  • Workshops,
  • Projekte,
  • Kooperationen,
  • Bildungsangebote,
  • kulturelle Veranstaltungen.

11. Gesellschaftlicher Nutzen

Die Offene Werkstatt möchte insbesondere Menschen unterstützen,

  • die wenig Zugang zu Werkzeugen besitzen,
  • die ihre Fähigkeiten entwickeln möchten,
  • die eigene Ideen umsetzen wollen,
  • die gemeinsam lernen möchten,
  • die sich kreativ entfalten möchten.

Der Verein versteht sich als niedrigschwelliger Begegnungsort.

Er verbindet Bildung, Kultur, Nachhaltigkeit und gemeinschaftliches Handeln.

12. Langfristige Perspektive

Langfristig soll die Offene Werkstatt zu einem regionalen Netzwerk werden.

Nicht ein einzelner Raum steht im Mittelpunkt.

Vielmehr entsteht eine offene Infrastruktur, die Menschen miteinander verbindet.

Werkstätten.

Ateliers.

Tonstudios.

Medienlabore.

Gärten.

Reparaturorte.

Lernräume.

Sie alle können Teil eines gemeinsamen Netzwerks werden, das Wissen, Erfahrungen und Ressourcen miteinander verbindet.

Schlussgedanke

Die Offene Werkstatt ist kein Ort, an dem Menschen lediglich gemeinsam Werkzeuge benutzen.

Sie ist ein Ort, an dem Menschen sich gegenseitig ermöglichen, Fähigkeiten zu entdecken, Ideen zu entwickeln und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Im Zentrum steht deshalb nicht die Maschine.

Nicht der Raum.

Nicht das Produkt.

Im Zentrum steht der Mensch und die Überzeugung, dass gemeinsames Lernen, Teilen und Entwickeln mehr Möglichkeiten schafft, als jeder Einzelne allein erreichen kann.